Immobilien Chiemsee – Henriette Burde

Ihr Immobilienmakler am Chiemsee


Wo der Staat die Belastung für Bürger in die Höhe treibt

In den letzten Jahren ist Mieten, Kaufen oder Bauen in Deutschland immer teurer geworden. Jedoch wird in den aktuellen Diskussionen bzgl. des Wohnmarktes – wie über die Mietpreisbremse – gerne übersehen, dass auch gesetzliche Vorschriften und Abgaben dafür verantwortlich sind, dass Wohnen immer teurer wurde und nicht immer die Vermieter. Einige dieser Vorschriften und Abgaben wollen wir in den kommenden Beitrag darstellen.

  1. Steigende Steuern und Abgaben (Belastung für Käufer und Eigentümer)

Ein Kostenfaktor, der in den letzten Jahren rapide gestiegen ist, sind die Stromkosten. Die Preissteigerung liegt auch darin begründet, dass u.a. der Anteil von Steuern (Strom- und Mehrwertsteuer), Umlagen (EEG-Umlage, Umlage für die Versorgungsicherheit, KWK-Gesetz) und Abgaben (Konzessionsabgabe) erheblich gestiegen ist. Der gesetzliche Anteil macht nun schon mehr als die Hälfte des Strompreises aus.

Ein weiterer Bereich, in dem der Staat mitverdient, ist das Heizöl oder das Erdgas. Pro Kubikmeter (leichtes Heizöl) nimmt der Staat Steuern ein. Dazu kommt die Umlage für die Bevorratung von Öl. Folglich verdient der Staat umso mehr, umso höher der Ölpreis ist.

Bei Erdgas wird eine Steuer pro Kilowattstunde erhoben. Zusätzlich muss eine Konzessionsabgabe (je Kilowattstunde) bezahlt werden. Auch hier muss der Verbrauch ebenfalls die Mehrwertsteuer obendrauf abgeben.

Seit die Grunderwerbsteuer Ländersache ist, hat auch hier ein stark steigender Trend eingesetzt. Vor allem wird der Hebesatz bei der Grundsteuer erhöht, da die Kommunen so mehr Einnahmen erhalten.

  1. Mehrkosten durch energetische Sanierungs- und Prüfpflichten

Ein Beispiel, wie der Staat indirekt durch neu auferlegte Pflichten die Wohnkosten steigert, ist der u.a. der Energieausweis. Obwohl die Kosten für den Energiepass nicht auf Mieter umgelegt werden können, kalkulieren Vermieter in der Regel trotzdem so, dass alle Kosten auf den Mieter umgelegt werden. Auch dürfte die indirekte Abwälzung der Kosten auf den Mieter auch für die Ausgaben für Sanierungen gelten (EnEV: Dämmung oberster Geschossdecken, Austausch veralteter Heizungsanlagen, Prüfung zentraler Warmwassversorungsanlagen, uvm.)

  1. Zusätzliche Kosten durch die Energiesparverordnung

Auch das Bauen wird durch die EnEV teurer: Sie setzt hohe Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden (Dämmung, technische Anlagen, usw.).

Eine Folge für die steigenden Baukosten, ist u.a. das in Städten mit Wohnungsknappheit weiterhin wenig gebaut wird.

Für Vermieter lohnen sich solch teure Neubauten nur, wenn sie Mieten verlangen, die die erhöhten Kosten decken. Dies können sich jedoch Mieter mit geringen Einkommen nicht leisten.

  1. Schlussfolgerung: Nicht nur Vermieter sind verantwortlich für steigende Wohnkosten!

Nicht NUR Vermieter sind schuld an steigende Wohnkosten. Auch die vom Staat auferlegten Steuern, Abgaben, Umlagen oder gesetzlichen Regelungen führen zu einer Erhöhung der Ausgaben rund um die Immobilie.

 

Quelle Text und Grafik: http://news.immowelt.de/tipps-fuer-vermieter/artikel/2907-kaufen-bauen-mieten-hier-sorgt-der-staat-fuer-hoehere-kosten.html?campaign=newsletter_iw_b2b_Mai_2015%20(1)_EM