Immobilien Chiemsee – Henriette Burde

Ihr Immobilienmakler am Chiemsee


Tipps für Mieter: Was Mieter im Garten dürfen – und was nicht

Mieter, die ein Gartennutzrecht haben, besitzen meist einen relativ großen Freiraum. So dürfen sie z.B. grillen, feiern, ihre Kinder draußen spielen lassen, Gartenmöbel und Spielgeräte aufstellen u.v.m., jedoch nur solange sie dabei die Ruhezeiten einhalten und die Gerätschaften und Möbel bei einem Auszug wieder abbauen.

Neben diesen Vergnügungen bringt ein Garten jedoch Arbeit, wie Rasenmähen und Hecken schneiden, mit sich. Im Regelfall existiert im Mietvertrag eine Vereinbarung bezüglich der regelmäßigen Pflege des Gartens. Falls im Mietvertrag nichts vermerkt ist, ist der Vermieter für sämtliche Arbeiten zuständig.

Wenn die Klausel im Mietvertrag sehr allgemein gehalten wurde, wie z.B. „Der Mieter ist für die Gartenpflege zuständig“, muss dieser nur solche Arbeiten erledigen, die ohne größere Fachkenntnisse oder zusätzliche Kosten zu erledigen sind. Beispiele wären Unkraut jäten, Laub zusammenrechen oder Rasenmähen. Umfangreichere Aufgaben muss der Vermieter übernehmen, wie das Fällen eines Baumes oder Düngen des Rasens. Hat ein Mieter sich jedoch auch für umfangreichere Aufgaben im Mietvertrag verpflichtet, ist er an diese Abmachung gebunden.

Bei der Gartenarbeit, die der Mieter übernehmen muss, muss er sich nicht an detaillierte Vorschriften halten. So darf ein Vermieter z.B. nicht bestimmen in welchen zeitlichen Abständen das Laub beseitigt oder der Rasen gemäht werden muss.

Wer die notwendigen Gartengeräte besorgen muss, ist ebenfalls abhängig von der Vereinbarung im Mietvertrag. Wenn die Gartenarbeit Mietersache ist, muss der Mieter auch auf eigene Kosten die Geräte besorgen und unterhalten und vice versa.

Falls der Garten bei Abschluss des Mietvertrages bereits bepflanz ist und der Mieter gerne einzelne Sträucher oder Bäume entfernen oder neu pflanzen möchte, muss er dies mit dem Vermieter absprechen. Dies gilt jedoch nicht für Blumen- und Gemüsebeete. Hierfür ist keine Absprache nötig.

Falls ein Mieter tatsächlich neue Bäume oder Sträucher gepflanzt hat, gehören diese ihm auch nach dem Auszug und er darf sie mitnehmen. Sind die Pflanzen jedoch so tief verwurzelt, dass sie sich nicht mehr entfernen lassen, verliert er den Anspruch. Dies gilt auch für eine finanzielle Entschädigung.

Zudem kann ein Mieter bei Auszug dazu verpflichtet sein, dass er den ursprünglichen Zustand des Gartens wiederherstellen muss.

Der Hauseigentümer kann die Kosten, die durch eine Beauftragung einer Firma zur Pflege des Gartens anfallen, durch die Betriebskostenabrechnung auf den Mieter umlegen. Dies gilt auch wenn der Mieter seinen vertraglichen Pflichten zur Gartenpflege nicht nachkommt. Ein Vermieter kann Kosten für die Gartenpflege sogar dann auf einen Mieter umlegen, wenn eine Gartennutzung untersagt ist!

Die aufgezeigten Regelungen gelten nur, wenn ein Mieter alleine den Garten nutzen darf. Falls mehrere Mieter den Garten nutzen, müssen Absprachen bzgl. Veränderungen nicht nur mit dem Vermieter getroffen werden, sondern auch untereinander.

 

Quelle: http://news.immowelt.de/tipps-fuer-mieter/artikel/2955-streitfall-gemieteter-garten-was-mieter-duerfen-und-was-nicht.html?campaign=newsletter_iw_b2c_Juni_2015%20(1)_EM