Immobilien Chiemsee – Henriette Burde

Ihr Immobilienmakler am Chiemsee


Sozialwohnungsbau treibt Immobilienpreise

Die Idee von Baulandentwicklungsmodellen ist, dass diejenigen die große Wohnkomplexe bauen, wie etwa Projektentwickler oder Bauträger, sich an den Folgekosten beteiligen und etwas für jene tun, die sich die hohen Neubaumieten nicht leisten können. In München gibt es das Instrument „Sozialgerechte Bodennutzung“ seit 1994, welches dazu geführt hat das bis Ende 2015 ca. 11.260 Sozialwohnungen entstanden sind.

Laut einem Berliner Beratungsunternehmen (Rueckerconsult) führen jedoch Baulandentwicklungsmodelle für bezahlbaren Wohnraum in vielen Städten zu steigenden Preisen der frei verkauften Objekte. Dies sei ein Resultat aus zusätzlichen Investitionskosten und Kaufpreisen von 6 bis 15 % der Modelle. Der Geschäftsührer der Buwog in Deutschland, Alexander Happ, äußert sich im Rahmen der Studie von Rueckerconsult hierzu wie folgt: „Die Baulandentwicklungsmodelle erschweren vor allem die Eigentumsbildung für Schwellenhaushalte, da der preisgebundene Wohnungsbau subventioniert werden muss, indem die Kaufpreise für Eigentumswohnungen steigen. Im Bestand wäre bezahlbarer Wohnraum günstiger und weniger preisverzerrend zu realisieren.“ Auch Thomas Rücker, geschäftsführender Gesellschafter des Beratungsunternehmens, sieht vor allem die Mittelschicht als benachteiligt, da diese sich weder hochpreisige Wohnungen leisten kann noch hat sie einen Anspruch auf Sozialwohnungen.

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/geld/wohnungsbau-soziale-verpflichtung-treibt-die-preise-1.3306200