Immobilien Chiemsee – Henriette Burde

Ihr Immobilienmakler am Chiemsee


Immobilien mieten oder kaufen?

Welche Gründe sprechen für einen Kauf einer Immobilie, welche dagegen? Was spricht wiederum dafür weiterhin als Mieter zu agieren? Neben den grundsätzlichen Fragen, für was man besser geeignet ist, muss entschieden werden welche Art von Immobilie zu einem passt.

Aufgrund der niedrigen Baugeldzinsen stellt sich zunehmend die Frage für wen sich ein Immobilienverkauf eignet.

Für einen Kauf spricht natürlich in erster Linie das billige Fremdkapital. Und mit angespartem Eigenkapital ist man seinem Ziel von einem Eigenheim nochmal schnell einem Schritt näher. Zudem würde das Ersparte auf dem Geldmarkt nur eine geringe Rendite erwirtschaften.

Des Weiteren sind Mieterhöhungen wahrscheinlich. (vgl. Jan E. Einfeld, Leiter Beratung Comdirekt-Bank). Immobilienbesitzer können sich durch einen Kauf davor absichern und besser künftige Ausgaben kalkulieren.

Jedoch gibt es Argumente, die gegen einen Kauf sprechen:

So führt z.B. Professor Tobias Just (IREBS Immobilienakademie der Universität Regensburg) auf, dass man als Immobilienbesitzer immobil wird. Dies wird u.a. durch die Zusatzkosten, neben dem eigentlichen Kaufpreis verursacht. Dazu zählen die Nebenerwerbskosten, Grunderwerbssteuer oder die Notar- und Grundbuchgebühren. In Summe können sie bis zu 15% des Kaufpreises ausmachen. Dies durch eine Wertsteigerung wieder einzunehmen kann Jahre in Anspruch nehmen.

Hinzu kommt, dass bei einer vorzeitigen Tilgung des Darlehens durch z.B. einen frühzeitigen Verkauf der Immobilie eine Entschädigung (bis zu 20% der Restschuld) fällig wird.

Für jemanden, der seine Karriere noch ausbauen möchte und deshalb flexibel bleiben muss oder möchte, sollte lieber ein Objekt zur Miete finden. Lohnenswert ist ein Kauf erst ab der Annahme, dass man mindesten zehn Jahre am gleichen Wohnort bleibt. (vgl. Michael Voigtländer, Immobilienökonom, IW)

Nach einer Studie des Statistischen Bundesamts trifft dies jedoch nur knapp auf die Hälfte der Beschäftigten zu!

Neben der Frage, ob ein Erwerb einer Immobilie sich in der aktuellen Situation rentiert, kommt noch die Frage hinzu welche Immobilienart sich am besten eignet.

Diese Frage ist abhängig von den finanziellen Möglichkeiten und den individuellen Wohnwünsche. So ist eine Eigentumswohnung für denjenigen lohnenswerter, der kurze Wege, urbanes Flair bevorzugt und sich nicht um die Außenanalage kümmern möchte. Eine Wohnung ist zudem billiger in der Beschaffung als ein Kauf eines Eigenheims. Jedoch muss man sich z.B. in seinen eigenen Vorlieben einschränken, da das Votum der Mehrheit entscheidet. Dadurch können natürlich Auseinandersetzungen mit der Eigentümergemeinschaft folgen; Ein Mieter hingegen müsste sich nur mit seine Vermieter auseinandersetzten.

Für Individualisten, Heimwerker oder Familien mit Kindern bietet sich ein Eigenheim eher an. Dies hat jedoch seinen Preis. Ein Einfamilienhaus ist die teuerste Variante eines Immobilienerwerbs. Neben dem hohen Kaufpreis ist auch die Grundsteuer nicht zu unterschätzten. Bei einer Eigentumswohnung sind diese Kosten geringer: die Eigentümergemeinschaft teilt sich u.a. die Fiskalabgabe. Als weitere Nachteile können die Notwendigkeit eines Autos oder die Arbeitsbelastung  im höheren Alter aufgezählt werden.

Eine Alternative hierzu wäre z.B. ein Reihenhaus. Meist liegen diese näher am Stadtzentrum, bieten jedoch trotzdem einen kleinen Garten für die Kinder oder für einen Plausch mit dem Nachbarn. Zudem sind diese nicht so teuer wie ein frei stehendes Haus. Dennoch hat auch diese Variante Nachteile: So ist zu einem das Grundstück knapp bemessen, wodurch man mit seinem Nachbarn auf Tuchfühlung lebt. Besondere Rücksicht aufeinander ist hier geboten!

 

Quelle: http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article133038215/Jetzt-ein-Haus-kaufen-oder-doch-als-Mieter-leben.html